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Mittwoch, 13. Januar 2010

Ätherische Öle gegen Tumore



Bei einem meiner regelmäßigen Telefonate mit Dr. Dietrich Wabner berichtete er mir von seinem isländischen Kollegen Steinthor Sigurdsson, der Pflanzen auf ihre Antitumor-Wirkung hin untersucht(e). Er befasste sich u. a. intensiv mit Angelica archangelica. Die Furocumarine im Öl - vor allem Imperatorin - und Extrakte aus den verschiedenen Teilen dieser traditionell viel eingesetzten europäischen Heilpflanze werden vom pharmazeutisch-medizinischen Establishment derzeit heftig attackiert. Sigurdsson fand heraus, dass sie eine deutliche Wirkung gegen manche Tumore zeigen (antiproliferativ und Apoptose [Zelltod] fördernd). Im Reagenzglas, an krebskranken Mäusen aber auch an freiwilligen Betroffenen ausprobiert. Unabhängig davon, welcher Chemotyp an Angelikaölen eingesetzt wurde. Es geht um Brustkrebs und um Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Zudem docken diese verteufelten Inhaltsstoffe an die menschlichen Benzodiazepin-Rezeptoren an und wirken somit ähnlich anxiolytisch (angstmindernd) wie bestimmte Psychopharmaka. Auch zeigen sie eine deutlich lebensverlängernde Wirkung auf Zellen, welche mit diversen Viren infiziert wurden (Erkältungsvirus, Coxsakie-Virus und RS-Virus). [Sigurdsson S, Ogmundsdottir H, Hallgrimsson J, Gudbjarnason S. (2005). Antitumour activity of Angelica archangelica leaf extract.] Die Furocumarine zeigten eine Anti-Acetylcholinesterase Wirkung, so dass Angelikawurzelöl vermutlich bei Menchen mit demenziellen Erkrankungen unterstützend und gedächtnisfördernd eingesetzt werden kann, sie wirken auch als Kalziumantagonist, können also verkrampftes, schmerzendes und minderdurchblutetes Gewebe lockern.
Wer englisch kann, findet hier eine wunderbare Powerpoint-Präsentation zu den Tugenden des "pflanzlichen Erzengels"Angelika. Hier gibt's eine seiner Studien als PDF-Datei, auch in englisch.
Übrigens: Wer Firefox als Browser benützt, kann sich ein automatisches kostenloses Übersetzungswerkzeug runterladen und als Leiste am Browserfenster installieren, die Texte werde zwar nicht grandios aber man erkennt den Sinn.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Eliane,

Dein neuer Bericht ist wirklich spannend.
Hier eine kleine Info am Rande: Die Angelika hat bereits im Mittelalter eine wichtige Rolle in Skandinavien gespielt, u.a. wurde sie als Mittel gegen die Pest eingesetzt und natürlich auch gegen sehr viele andere Krankheiten. Sie wurde in sogenn. "Angelikagärten" angebaut. Die Pflanze war auch ein wichtiger Vitamin-C-Spender und Gemüse für die Samen, die meist von Fleisch und Fisch lebten. Es gäbe noch viel mehr darüber zu schreiben.
Ich finde es außerordentlich interessant, wieviele neue Eigenschaften bei bereits altbekannten Pflanzen, deren Wirkungen sich seit Jahrhunderten schon bewährt haben, immer noch entdeckt werden.
Herzliche Grüße aus dem hohen Norden von Claudia

Sabrina Herber-Schmieden hat gesagt…

Liebe Eliane,

da ich viel mit Krebskranken durch meine Arbeit im Hospiz zu tun habe, finde ich diesen Bericht besonders spannend.
Der Link unter "hier" funktioniert leider bei mir nicht.

Liebe Grüße Sabrina

Silke hat gesagt…

Guten Morgen,

wieder eine sehr spannende Info.
Dieser Blog ist wirklich eine Fundgrube.

Viele Grüße Silke

Cavehominem hat gesagt…

Hallo!

Ein spannender Bericht, vielen Dank! Hieß es nicht mal, das genau diese Furocumarine krebserzeugend währen, und deshalb einige Zitrusöle vom Markt genommen werden sollten?

Gruß,
Patricia

Sabine hat gesagt…

Wieder mal ein ganz toller Bericht!!

Aber wie war das nochmals mit den Furocumarine??? Werden die nicht über die Leber abebaut und sind daher sehr schädlich???? Siehe Zimt (goßes Teater vor einigen Jahren kurz vor Weihnachten mit den so gliebten Zimtsternen)oder die von mir so geliebte Tonkabohne??
Oder verstehe ich was falsch??
Gruß Sabine

silvia-maria hat gesagt…

Hallo Eliane,
durch zufall habe ich diese seite gelesen und möchte nur mitteilen das ich meinen krebs mit Atemisia Annua (ich glaube das ich es richtig geschrieben habe)geheilt habe!!!
Liebste Grüße aus dem waldviertel
Silvia-Maria

Kordula hat gesagt…

Liebe Eliane,

ein wirklich spannender Bericht.
Ich denke auch das der alte weise Spruch "Alles ist Gift, nur die Dosis machts" hier zum greifen kommt.

Übrigens, wer hat schon mal versucht eine Tonkabohne in die mit Wasser gefüllte Aromalampe zu geben? Himmlisch,der Raum füllt sich mit einem ganz zartem vanilleartigem Duft.
Duftende Grüße
Kordula

Gaby hat gesagt…

Hej Eliane,

wie immer eine Fundgrube von wichtigem Wissen - eigentlich ist Dein Blog (und die Arbeit, die dahinter steckt) unbezahlbar.
Danke

Gaby

Regina P. hat gesagt…

das ist ja mehr als spannend.
Toll Dein Bericht und auch die Kommentare von Silvia-Maria und Kordula, wirklich hochinteressant.
Für mich immer wieder erfreulich zu hören daß man Krebs auch so heilen kann.
LG
Regina