Dienstag, 17. November 2009

Moderne Pflanzenvermehrung


Nach einer turbulenten Anreise nach Wien (Laptop beim Sicherheitscheck am Flughafen Cork liegen gelassen), Anlernen in total fremdes Betriebssystem und drei Tagen Kursgeben war heute Selber-Lernen angesagt. Busfahrt zur Universität für Bodenkultur (BOKU) mit in der höchsten Etage liegenden Gewächshäusern.


Aufzug in die Abteilung für Pflanzengenetik, hui, grusel, Alarm, Gentechnik!


Die meisten Räume sind nur mit Schutzkleidung zu betreten.


Viele unserer Kulturpflanzen werden nicht mehr liebevoll mit Ablegerchen vermehrt, sondern mit einem Verfahren namens Micropropagation (english). Die gewünschte Pflanze wird in zig winzige Teile zerlegt...


...und in einer kuscheligen heilen Welt ohne böse Keime, ohne bedrohliche Winde...


....ohne flutsturzartige Regenfälle, mit genau der richtigen Menge an Luft und Licht...


...in einer perfekt angepassten Nährstofflösung gepäppelt.


Wenn sie dann in ein anderes Medium zur Entwicklung von Wurzeln umgebettet wird und sich auch in dieser gemütlichen neuen Welt gut macht darf sie in die halbechte Welt eines Gewächshauses, hier bei der BOKU auf dem Dach. Auch hier wird ihr die Ungemach des wahren Lebens vom Leib bzw. vom Stiel gehalten. In kommerziell orientierten Unternehmen würde sie nach diese Phase den Weg zum Supermarkt oder zum Gartencenter antreten.

Sonntag, 8. November 2009

Rosendüfte braucht das Land


Es ist wunderschön, wenn man ein funktionierendes Netzwerk hinter sich hat! Ich war vor einigen Tagen auf eine viel versprechende Studie über einen Rosenextrakt gestoßen, wollte mehr darüber wissen, fragte bei einem passionierten Studiensammler an und wenig später konnte ich dieses und noch ein ähnliches Werk komplett durchlesen. Auch wenn ich lange nicht jedes Detail verstehe (ich habe eine Phobie vor Statistiken und entsprechenden Grafiken ;-), finde ich, dass den japanischen Wissenschaftlern um Suresh Awale spannende Entdeckungen gelungen sind -auch wenn das alles bislang 'nur' im Reagenzglas stattgefunden hat. Sie untersuchten, wie ein Chloroform-Extrakt (vergleichbar einem Absolue) von Rosa damascena auf die berüchtigten Amyloid-Plaques, welche bei Morbus Alzheimer die 'Gehirnwindungen verstopfen', reagiert. Die Bestandteile der Rose regten nicht nur die Neuriten (Fortsätze) von Neuronen (Nervenzellen) signifikant zum Wachsen an, sondern unterbanden auch den Zelltod durch das Amyloid A beta(25-35). Man isolierte aus dem Rosenextrakt eine lange mehrfach ungesättigte Fettsäure (C37H64O2; sorry, ich kann hier keine tiefergestellten Zahlen schreiben), welche für diesen Effekt verantwortlich ist. Sie wirkt neuroprotektiver als die vielbeworbenen Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel mit DHA. [Awale S, Tohda C, Tezuka Y, Miyazaki M, Kadota S: Protective Effects of Rosa damascena and its Active Constituent on A beta(25-35)-induced Neuritic Atrophy. eCAM2009].
Man kann sich denken, dass diese Entdeckung sicherlich weder mit offenen Händen noch mit freudiger Erleichterung auf Seiten des medizinischen Establishments aufgenommen wurde, schließlich wurden Rosenprodukte (zur äußeren Anwendung) bereits 2004 fast vom Markt weg-reglementiert. Wo kämen wir hin, wenn wir - wie beispielsweise Bulgaren, Iraner und Türken - auch noch Rosenprodukte essen würden und damit den lukrativen Alzheimermedikamente-Markt empfindlich stören könnten... Ähnlich soll übrigens der in der ayurvedischen Medizin bekannte Extrakt von Withania somnifera (Ashwaghanda) wirken, er wird meines Wissens nach nur von einer deutschprachigen Ätherisch-Öl Firma (Feeling) angeboten. [Tohda C, Kuboyama T, Komatsu K: Dendrite extension by methanol extract of ashwagandha (roots of Withania somnifera) in sk-n-sh cells. Neuroreport 2000;11:1981-5]
Die zweite Studie, die ich zu lesen bekam, untersucht und vergleicht Rosendestillat, Rosenabsolue und Rosenhydrolat auf ihre Tocopherolgehalte, sowie Carotine, phenolische Inhaltsstoffe und ihre antibakterielle Wirkung. Neben für Aromapraktikerinnen vielen altbekannten Dingen fand ich bemerkenswert, dass Rosenabsolue eine große antioxidative Kapazität besitzt, also quasi ein 'Jungbrunnen' ist. Nicht nur durch den Gehalt an phenolischen Verbindungen, sondern auch durch seinen Gehalt an Vitamin A und E. Das macht es auch zu einem idealen natürlichen - freilich kostbaren - Konservierungsmittel in Naturkosmetik. [Ulusoy S, Bosgelmez-Tmaz G, Secilmis-Canbay H: Tocopherol, Carotene, Phenolic Contents and Antibacterial Properties of Rose Essential oil, Hydrosol and Absolute. Curr Microbiol (2009) 59:554-558]

Freitag, 6. November 2009

Viren nicht willkommen heißen

Auf meinem anderen Blog habe ich eine Lese-Empfehlung zum Thema Schweinegrippe, Impfungen dagegen und zur wissenschaftlichen Erforschung zu diesem Themenkomplex, höchst schweinig-windig, was uns diverse Autoritäten auftischen wollen. Aber lest selbst!

Übrigens hat die Wissenschaftlerin Dr. Candace Pert, eine der Entdeckerinnen der körpereigenen Opioid-Rezeptoren, herausgefunden, dass Viren nur durch Andocken an Rezeptoren menschliche Zellen infizieren können. Rhinoviren, die für den normalen Schnupfen verantwortlich sind, benutzen dafür unsere Noradrenalin-Rezeptoren. Wenn der Mensch sich pudelwohl fühlt, befindet sich reichlich Noradrenalin in der Nasenschleimhaut. So sind diese Rezeptoren besetzt und die Schnupfenviren haben keine Möglichkeit zum Andocken.... [Kämper H: Neurobiologische Wirkungsweisen von Heilpflanzen. Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift, 2009; 4:16-18]

Donnerstag, 5. November 2009

Tag des ätherischen Öls 2009 in Linz



Eine bewährte Fachtagung rund um das Thema ätherische Öle und ein informativer Tag für alle Ätherischöl-Interessierten findet demnächst in Linz statt (Volksheim Dornach-Auhof in 4040 Linz/Urfahr, Niedermayrweg 7, Oberösterreich) Für nur 45/60€ (Mitglieder/Nicht-Mitglieder von aromaFORUM Österreich; Tageskasse vor Ort: 60/75€) können Interessierte wirklich hochkarätige Vertreter der Aromatherapie erleben. Professor Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt ( Foto oben) habe ich bereits mehrfach hier vorgestellt: Seine Arbeitsgruppe entdeckte, dass Veilchenduft Prostatakrebszellen am Wachsen hindern kann und sie fanden heraus, dass Spermien riechen können sowie dass Eizellen ganze olfaktorische Blumensträuße aussenden, wie er vor einem Jahr auf einem Symposium in München schmunzelnd sagte. Man darf gespannt sein, welche spannenden News er - und all die anderen ReferentInnen - im Gepäck haben. Das Programm:
  • Beginn der Firmenausstellung: 7.30 Uhr
  • Beginn: 8.30 Uhr
  • Begrüßung und Einführung: Gertrude Kralik
  • „Aromatherapie für Kinder": Monika Werner (Foto rechts)
  • „Authentizätsprüfung ätherischer Öle mittels Stabilisotopenanalytik": Mag. Susanne Wagner
  • PAUSE
  • „Riechphysiologie": Prof. Hans Hatt
  • „Ätherische Öle in der Aromaküche": Ingeborg Wäschenbach
  • PAUSE
  • „Ätherische Öle - die starken Helfer in der Palliative Care": Erika Gößnitzer
  • „Aromapflege in der Neurologie — Reize setzen, Wahrnehmung fördern": Lisa Marenitz
  • Verabschiedung Gertrude Kralik
  • Ende der Veranstaltung 17.00 Uhr
Alle weiteren Informationen erhalten sie bei/nach Ihrer Anmeldung bei
aromaFORUM Österreich
Claudia Arbeithuber, Wagnerstr. 29, A-4523 Neuzeug
0043 (0) 7259 31779 (AB und Fax), 0043 (0) 660/5542242- Mi von 16.00 bis 19.00 Uhr
aromaforum.buero (at) aon.at

Geschmackssensoren im Darm


Wer unter Verstopfung leidet, sollte mehr aromatische Nahrung verspeisen. Münchener Forscher haben heraus gefunden, dass der menschliche Darm mit Riechsensoren ausgestattet ist, ganz wie die Nase auch, welche beispielsweise die Duftmoleküle von Thymol von Thymian und Mandarinenschale sowie Eugenol von Gewürznelke, Basilikum, Zimtblättern (Foto) und anderen Gewürzen "erkennen" können. So steuern sie die Darmbewegung. Die Forscher untersuchten enterochromaffine Zellen aus dem Dünndarm, die nach Aktivierung Serotonin ausschütten und so die Darmperistaltik anregen und auch die Ausschüttung von Verdauungssäften fördern.
Möglicherweise wird allerdings ein chronisch angegriffener Reizdarm durch diese Gewürze zu sehr angeregt oder er ist übersensibilisiert worden durch künstliche, potenziell stark reizende Aromabestandteile der Nahrung (künstliche Aromen enthalten oft chlorhaltige Verbindungen als Trägersubstanz). [Braun T, Kunz L, Gratzl M, Voland P, Prinz C: Gastroenterology, Vol. 132(5), pp 1890-1]

PS Ich wurde gefragt, wie ich es schaffe, immer solche Studien aufzutreiben. Lesen, lesen, lesen, möglichst in vier unterschiedlichen Sprachen! Und aufschreiben, damit ich es nicht vergesse, also Blog-Schreiben und mit den Wissenspuzzlesteinchen Tabellen anfertigen, denn wegen meiner früheren Zettelwirtschaft ist mir wertvolles Wissen abhanden gekommen ;-) Und natürlich mit Wissenschaftlern reden und schreiben, auf Kongresse gehen, mit KollegInnen und Firmeninhabern fachsimpeln. Und selbst von KursteilnehmerInnen und Kommentatorinnen bekomme ich wertvolle Inputs, danke an dieser Stelle!

PPS Vielen Dank an die SpenderInnen durch Foto-CD-Kauf! Beate konnte durch den Verkauf von 25 Stück ihrer süßen Laborhündin zu einer qualitativ hohen Reha verhelfen.

Dienstag, 3. November 2009

Avocado-Wundersalbe - oder auch nicht


In der FAZ vom 25. Oktober bekommt man im Artikel Rosarot ist die Hoffnung über die Zulassung oder Nicht-Zulassung einer schlichten Salbe aus Vitamin B12 und Avocadoöl einen guten Eindruck, wie über solche Mittel gedacht, geprüft, berichtet und geschrieben wird. Es geht vor allem darum, ob es sich bei diesem Produkt um ein Medikament oder um ein Medizinprodukt handelt, was bei den Zulassungverfahren einen riesigen Unterschied - vor allem finanzieller Natur - ausmacht. Bei Medikamenten sind jahrelange, wenn nicht sogar ein Jahrzehnt lange Sicherheits- und Wirksamkeitsnachweise nötig und es können bis zu dreistellige Millionen-Euro-Beträge dabei benötigt werden. Dafür darf bei Erfolg mit dem Hinweis oder gar Versprechen "wirkt gegen Krankheit x y" oder "heilt yx-itis" geworben werden. Medizinprodukte benötigen nur eine eine Erlaubnis - eventuell mit dem Nachweis, dass sie nicht schädigend wirken.
In dem langen Artikel fiel mir ein Satz eines Dermatologen ins Auge, der tief blicken lässt: Markus Stücker, der das Produkt prinzipiell positiv sieht: "Wenn jetzt allerdings rüberkommt, dass es ein Allheilmittel gegen Neurodermitis und Schuppenflechte gibt, das alle anderen überflüssig macht, wäre das schädlich."
Das erinnert an die vergeblichen Kämpfer an der Medizinfront, die eine recht sichere und nebenwirkungsarme Prophylaxe gegen Malaria durchsetzen wollten oder kürzlich der deutsche Arzt, der ein Verfahren entwickelt hat, um ohne Stanzbiopsie Prostatakrebs viel sicherer nachweisen zu können, als es mit der herkömmlichen Methode möglich ist. Er wurde fertig gemacht und hat inzwischen von seinem Vorhaben Abstand genommen. Bitter für all die Männer, bei denen in Zukunft weiter gestanzt wird. (Weiß jemand, wo darüber berichtet wurde? Ich habe es vor zwei oder drei Wochen gelesen, weiß aber nicht mehr wo.)


Auch obiger Satz aus dem Deutschen Ärzteblatt ist ein guter Einblick in die Abgründe des westlich-kapitalistisch orientierten Gesundheitssystemes. Ich habe ihn seit vielen Jahren als eine Art Mahnmal über meinem Schreibtisch hängen.
Nicht dass wir uns missverstehen: Ich habe durchaus nichts gegen einen sinnvollen und angebrachten Einsatz der modernen Medizin. Gerade wenn es um lebensrettende Maßnahmen geht, kann man mit modernen Methoden zweifelsfrei oft schneller agieren als mit naturheilkundlichen Methoden. Mich ärgert nur die Arroganz und die Gier, mit welcher Menschen als Versuchskaninchen und Dukatenesel betrachtet und gewünscht werden.
Zurück zur einfachen Avocadosalbe, hier ist das Selbermachen einfach, preiswert und in den meisten Fällen hilfreich. Man mische in einem peinlich sauberen Schraubgläschen in einem nicht zu heißem Wasserbad (45 Grad C reichen aus) oder auf einem Heizkörper folgende Öle:
  • 30 ml Sheabutter (hoher Anteil an Unverseifbarem, macht die oberste Hautschicht weich und wirkt entzündungshemmend)
  • 15 ml Avocadoöl (mittlerer Anteil an Unverseifbarem, macht die Haut weich und wirkt entzündungshemmend)
  • 30 ml Nachkerzenöl (oder Borretschsamenöl) (enthalten einen hohen Anteil an dreifach ungesättigten Fettsäuren, welche die Elastizität der Haut wieder herstellen können und dem Juckreiz entgegen wirken können)
  • 2 ml Sanddornöl (sehr vitaminreich, auch Vitamin B12, schützt vor freien Sauerstoffradikalen im Blut, die bei Neurodermitis das Krankheitsgeschehen verschlimmern)
wenn gewünscht, nach Abkühlen dazugeben:
  • drei Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
  • ein Tropfen Kamille blau (Matricaria recutita) oder Rose (Rosa damascena destilliert)
  • ein Tropfen Weihrauch (Boswellia serrata oder B. sacra)
  • ein Tropfen Cistrose (Cistus ladanifer) (danke Thomas !)
Nur mit sauberem Spatel entnehmen und spätestens nach drei Monaten aufbrauchen. Bei starken Juckreiz betroffene Stellen vorher mit alkoholfreiem Rosenhydrolat befeuchten und dann Salbe vorsichtig einreiben. Diese Salbe pflegt auch "einfach so" bei wintertrockener und empfindlicher Haut.

Sonntag, 1. November 2009

Lavendel- und Orangenduft bei Senioren

Wer eine über 100-seitige Lektüre über die wissenschaftliche Betrachtung des Einsatzes ätherischer Öle bei Senioren genießen möchte, kann sich unter dem folgenden Link eine Dissertation (Doktorarbeit) der Uni München runterladen (Autorin und Doktorandin Julia Eidt), abgegeben im vergangenen Jahr. Sie befasst sich mit Stimmung, Schlafverhalten und Lungenfunktion, wenn ätherische Öle (Orangenschale und Lavendel) eingesetzt werden.

PS Leider kann man bei Blogger die Links nicht gleich im Linkfenster überprüfen, sorry für den Fehler, nun sollte es klappen!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Herpes simplex, Lippenbläschen und sonstige Viren



Fast 90 Prozent aller Einwohner von Industrienationen sind mit dem Erreger der lästigen und bisweilen sehr schmerzhaften Lippenbläschen infiziert, in der Fachsprache heißt er HSV-1. Sein 'Vetter' Herpes simplex 2 (HSV-2) ist für die nicht minder angenehmen Bläschen auf den Genitalschleimhäuten verantwortlich, dieses Virus belästigt immerhin bereits bis zu 30% aller Menschen in Industrienationen. Beide sind nur schwer mit konventionellen Mitteln behandel- und kontrollierbar das sie sich in den Nervenganglien ihrer Wirte 'verstecken' und dort vermutlich ein Leben lang verbleiben - meistens inaktiv, doch in Zeiten eines geschwächten Immunsystems beispielsweise wegen Stress oder anderen Erkrankungen schlagen sie dann zu.
Ein Gruppe von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg widmet sich seit vielen Jahren diesem Thema, sie haben sich diesbezüglich vor allem den ätherischen Ölen von Leptospermum scoparium (Manuka), Melaleuca alternifolia (Teebaum) und Melissa officinalis (Echte Melisse) gewidmet. Mit Hilfe einer aufwändigen Methode namens Plaquereduktionstest kann man die Wirkung von Viren im Labor untersuchen und diese drei Öle kristallisierten sich immer wieder als besonders erfolgreich heraus. Man untersuchte nicht nur die eigentliche antivirale Wirkung sondern auch die Entwicklungs- bzw. Angriffstadien der Viren. Ein Vorbehandlung der Wirtszellen mit Manukaöl beispielsweise brachte nichts, doch nach Eindringen in die Wirtszelle konnte HSV-1 durch Manukaöl in der Replikationsphase (wenn er sich also vermehrt) empfindlich gestört werden (41%, es bildete sich weniger die Hälfte der nächsten Generation von Viren). Das heißt im praktischen Leben, dass man die Behandlung mit ätherischen Ölen sofort nach den ersten winzigen Symptomen starten sollte (zB Spannen, Jucken, Hitzegefühl). Ich nehme einfach eine Mischung aus je einen Tropfen Melissen-, Teebaum- und Manukaöl in 5 ml Olivenöl oder Aloe vera-Gel und von dieser Mixtur gebe ich alle 10 Minuten einen Tropfen auf die betreffende Stelle. Oft bricht das Ding erst gar nicht richtig aus. [Schnitzler P, Schuhmacher A, Astani A, Reichling J: Melissa officinalis oil affects infectivity of enveloped herpesviruses. Phytomed 2008 Aug 5;15(9):734-740. Reichling J, Koch C, Stahl-Biskup, E, Sojka C, Schnitzler P: Virucidal Activity of a beta-Triketone-Rich Essential Oil of Leptospermum scoparium (Manuka Oil) Against HSV-1 and HSV-2 in Cell Culture. Planta Med 2005; 71:1123-1127 Schnitzler p, Schön K, Reichling J: Antiviral activity of Australian tea tree oil and eucalyptus oil against herpes simplex virus in cell culture. Pharmazie 2001; 56 4:343-47]



Wer sich über Pflanzen, die gegen die unterschiedlichsten Viren wirken, informieren möchte (und englisch lesen kann), sollte die Übersicht der arabischen Forscher S.A.A. Jassim and M.A. Naji runterladen und zu Gemüte führen: Novel antiviral agents: a medicinal plant perspective. Journal of Applied Microbiology 2003, 95, 412–427. Schon allein deren Quellenverzeichnis gibt zu denken: Viele Forscher untersuchen weltweit die antivirale Wirkung von pflanzlichen Substanzen, oft mit erstaunlichen Erfolgen. Warum werden solche Erfolgsmeldungen nicht an die kleinen Endverbraucher und oft wirklich interessierten Menschen weiter gegeben? (das ist eine rhetorische Frage ;-))) Ich habe jedenfalls bereits drei der oben genannten WissenschaftlerInnen in Vorträgen erlebt und muss sagen, dass sie einen überaus seriösen und klaren Eindruck machen. Sie wirken nicht wie Ökospinner, Körnerfresser oder irgendwie pflanzenverliebt-abhebende Esoteriker.

PS Es sind immer noch Aromafoto-CDs für 27,50 Euro und einen guten Zweck bestellbar! Wer mehr als die zehnfache Menge, also über 2000 dufte Pflanzenfotos benötigt, kann für 37.50 Euro (inkl. Porto/Verpackung) die Hortus Medicus-Doppel-CD von Thomas Krummer bestellen. Nachdem er von meinem Spendenaufruf gelesen hat, schickte er Beate 15 Stück als Spende, so dass auch dieser Erlös der Reha ihrer verunglückten Labor-Beaglehündin Jeannie zugute kommen wird. Thomas hat hier ein tolles Inhaltsverzeichnis und Beispiele der Fotos gelistet. Auch diese CD ist bestellbar bei Beates Shop. Wer mit der sicheren Bezahlungsmethode Paypal nicht zurecht kommt, kann Beate eine Mail schreiben und erhält dann die ganz normal-altmodische Kontoverbindung.

Montag, 26. Oktober 2009

Duft zum Trösten


Vor einigen Tagen hat meine Tuberosenblüte einen Abgang gemacht (auf dem Foto die Abbildung der Packung, so wie sie hätte aussehen sollen). Nachdem meine recht stolze Tuberosenkultur vor einigen Jahren einer Horde Schnecken zum Opfer gefallen ist, hat sich die einsame Knospe, die ich am Schlafzimmerfenster hütete, aus unbekannten Gründen vorzeitig verabschiedet. Vermutlich war es der Bewohnerin Indiens schlichtweg zu kalt. Tuberosen (Polianthes tuberosa L., Amaryllidaceae) werden aus Zwiebelchen gezogen und so hoffe ich, dass die Knolle nächsten Frühling wieder zu Kräften kommt. Denn der Duft einer einzelnen Blüte ist einfach betörend und kann sogar als störend empfunden werden! Das Absolue, das daraus hergestellt wird, duftet auf den ersten Riecher nicht besonders, doch oft wird es in 5%-iger Verdünnung (in Alkohol oder Jojoba) verkauft und dann ähnelt der Duft zumindest dem der echten Blüten.


Dieses kostbare Absolue ist eines der ganz wertvollen 'Psycho-Mittel' in der Aromatherapie. Ich empfehle es immer in Situationen, in denen sich jemand psychisch verausgabt hat oder sich untröstlich fühlt. Nach Trauer aber auch in psychisch belastenden Jobs wie etwa der Hospizarbeit. Interessant finde ich, dass einmal in einem Kurs, als ich über 30 meiner abgebildeten 'Psycho-Duft-Karten' von den TeilnehmerInnen ziehen ließ (ohne dass sie das Motiv sehen konnten), ausgerechnet die damals sehr ausgelaugte Hospizmitarbeiterin diese Karte zog.

Das Absolue enthält Inhaltsstoffe, die einen starken Bezug zu den Neurotransmittern (Botenstoffen) unseres Gehirnes haben:
  • knapp 20% trans-Isomethyleugenol (Phenylether)
  • bis 20% aromatische Ester wie Benzylacetat (3%), Benzylbenzoat (15.3%), Methylanthranilat (2.25%) und Methylsalicylat* (2.25%)
  • circa 1.5% Methyleugenol und Eugenol
  • 0,09% Geraniol*
  • 0.3% Phenylethanol ('Rosenalkohol')
  • Benzylalkohol
  • Spuren Indol*
Laut einer indischen wissenschaftlichen "Kurzmitteilung" kann das Absolue insgesamt weniger, aber einzelne dieser Inhaltsstoffe (mit * markiert) den landwirtschaftlich relevanten Fruchtfäule-Pilzorganismus Colletotrichum gloeosporioides gut bekämpfen. Interessant ist zudem die Feststellung, dass das anteilig in wesentlich größerer Menge vorkommende Benzylbenzoat eine ganz schwache antimykotische Wirkung auswies und der eng verwandte Ester Benzylacetat sehr deutlich antimykotisch wirkt. Spannend ist ferner die Beobachtung, dass beim Vergleich der antimykotischen Aktivität vom Fäkal'duft'stoff Indol mit dem betäubend nach Neroli duftenden Methylanthranilat, dass ersterer bei einer Konzentration von 250 mg/L und mehr eine höhere diesbezügliche Aktivität zeigte als das Indol. Bei niederigeren Konzentrationen war jedoch Methylanthranilat wirksamer. [Eugene Sebastian J. Nidiry and C. S. Bujji Babu: Antifungal Activity of Tuberose Absolute and Some of its Constituents. Phytother. Res. 19, 447–449 (2005)] Spannend wäre nun festzustellen, inwieweit auch Pilze, die Menschen gefährlich werden können wie Candida, durch das Öl in Griff bekommen werden können. Da die Zusammensetzung dem Ylang Ylang-Öl nicht unähnlich ist, welches gegen Pilze eingesetzt wird, gehe ich davon aus, dass auch Tuberoseabsolue in diesem Bereich unterstützend eingesetzt werden kann. Dank an Thomas für die 'Studie'!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Dufte Solidaritäts-Cents | Fragrant photographs as a gesture of solidarity



Einige von euch haben es bereits mitbekommen: eine Bloggerin muss über 2000 Euro an Arztkosten für ihre geliebte ehemalige Labor-Beagle-Hundedame zusammen bekommen. Mich beschäftigte das Thema offensichtlich auch des nachts, denn ich träumte, ich solle nun endlich meine vielen Aroma-Fotos als CD anbieten – wie schon von vielen von euch erbeten. Ein Riesenprojekt, das immer mangels Zeit auf die lange Bank geschoben wurde. Nun habe ich es getan: Die 50 ersten Interessentinnen an meinen Duftbildern können diese für je gut 10 Cent pro Foto erwerben. Die CD enthält 200 Duftpflanzen- und Ölpflanzen-Fotos kann nur kurze Zeit für 27.50 Euro (inklusive Porto und Verpackung) bei Beate Knappe bestellt werden. Die Fotos sind in druckbarer Auflösung von 300 dpi circa 10x15 cm groß und dürfen für private Zwecke verwendet werden, beispielsweise:

  • Bildschirmschoner auf dem privaten PC
  • einmaliger Ausdruck zur Dekoration von Privaträumen
  • einmaliger Ausdruck als T-Shirt oder auf anderen textilen
  • Medien, welche nicht zum Verkauf bestimmt sind
  • Verzierung von privaten Aromaöle-Aufbewahrungskisten und Dufttagebüchern
  • Illustration von Lernunterlagen und/oder einer Facharbeit zum Thema Aromatherapie und/oder Heilpflanzen
  • llustration von nicht kommerziell orientierten Websites und Blogs
  • Illustration von Powerpoint-Präsentationen im nichtkommerziellen Bereich, also von BerufskollegInnen, beispielsweise im Klinik- oder Seniorenheimbereich



Die Collage zeigt nur einige der Fotos, die komplette Liste liegt mit allen Fotos ist auf meiner Website (erste Datei). Es sind auch seltenere Motive auf der CD zu finden wie Niaouli, Teebaum (aus meinem Garten), Alant, Sheabutter als Nüsse und als Butter im Behälter, Macadamiabaum und Jojobanüsse, Eukalyptusblüten- und Blätter, Adlerholz/Oud-Stückchen, Manuka weiß und pink, Lemongrass am Strassenrand in Brasilien fotografiert, Neroli, Ratrani- und Cistrosenblüten, Kamille blau und römisch, Rose und Lavendel sowieso. Die jeweilige Fotodatei ist immer mit deutschen Pflanzennamen und, wo ich ganz sicher war, zusätzlich mit dem lateinischen Namen (zB bei Mandarinen, Fichten und Iris war ich mir nicht immer sicher, was den Speziesnamen anbelangt und habe dann nur den wissenschaftlichen Gattungsnamen angeführt), hier ein Beispiel

Als kleines Extra befinden sich noch 45 Fotos von Homöopathie- und Bachblütenpflanzen auf der CD. Wer also meine Fotos mag und mochte kann Beate einen riesigen Gefallen tun und die CD möglichst rasch bei ihr erwerben, wie gesagt, dieses Angebot gilt nur 50 Mal! Foto CD: Beate Knappe
Blogger and designer Beate's dog-lady Jeannie had a terrible accident and she needs a small fortune to pay for surgery and rehab expenses. Some creative bloggers donated the income from certain handcrafted projects others bought precious little things from Beates shop and so managed to fund about half of the incoming invoices. My contribution were more than 200 photographs from my fragrant and other healing plants which Beate made into a nice CD for private users and which she sells for 27.50 Euros (p+p included for Germany, other postage rates to be inquired). You can help her to raise the more than still 1000 missing Euros and order the fragrant collection here and illustrate your fragrant cases, journals and t-shirts, you could have small posters and postcards printed for non-commercial use as Christmas presents or Moo cards (the resolution is 300 dpi at 10 x 15 cm (4x6 in). The nearly comprehensive set includes 9/10 of the usually used essential-oil-plants, mostly photographed in my garden or the nearby surroundings in Southwest Ireland with it's mild climate. You will find different pictures of lavender, rose, rosemary, thyme, lemon balm etc as well as rare plants like eaglewood, tonkabeans, lemon verveine, bottle brush, teatree, niaouli, manuka and lemongrass. I also show cinnamom leaves and quills, clove buds, mace and pepper (corns and leaves). Also included are photographs from the important fixed oils-plants like almond, apricot, jojoba, sunflower and sheabutter. Furthermore a little extra-folder contains 45 pictures of plants used for Bach Flower Remedies and homoeopathy (like nux vomica, belladonna, crab apple etc). A list of the full contents (with Latin and German names) can be downloaded at the above link (just click onto the letter).

Zertifizierungskurs zur Anerkennung als Aroma-Gesundheitspraktiker/in (BfG)

Wusstet ihr, dass es seit einiger Zeit eine interessante Möglichkeit gibt, den beratenden Beruf der Aromapraktikerin oder Aromaexpertin auf eine solidere juristische Basis zu stellen als es bis dato möglich war? Ich schrieb bereits hier und hier darüber, denn nicht jede(r) mit dieser Ausbildung möchte Heilpraktiker(in) werden, denn dieser Abschluss beinhaltet Einschränkungen, die viele Aromaleute nicht wünschen wie beispielsweise der viel kompliziertere Verkauf von Duftprodukten, und eine starke Einschränkung der Möglichkeiten zum Werben. Die Resonanz auf den von der DGAM (Deutsche Gesellschaft für alternative Medizin) demnächst veranstalteten Kurs hält sich bislang leider ziemlich in Grenzen. Wer also Zeit, Interesse und etwas Geld übrig hat, sollte diese buchstäblich einmalige Gelegenheit zu nutzen und sich für den 20. bis 22. November (Fr. ab 14 Uhr, So. bis 14:30 Uhr) eine Reise ins schöne Greiz (Thüringen) buchen. Später wird es nur die übliche Möglichkeit geben, eine komplette Ausbildung beim DGAM zu durchlaufen, um dieses Zertifikat zur Aroma-Gesundheitspraktikerin zu erlangen. Der Kurs wendet sich an Aroma-Praktiker/innen, die im freien Gesundheitsbereich arbeiten wollen und die keine Heilerlaubnis anstreben. Vielleicht sehen wir uns in Greiz? Ich werde dabei sein!


Seminarinhalte

  • Rechtsgrundlagen für ein sicheres Arbeiten in Deutschland. Was darf ich tun?
  • Wie kann ich mit Ätherischen Ölen und anderen Praxisprodukten ohne Rechtsprobleme arbeiten
  • Der alternative Gesundheitsbegriff; Gesundheit als Kompetenz; Unterschiede zwischen Heilarbeit und Gesundheitspraxis
  • Erarbeiten von Texten für Werbung, Klienteninformation und Standard Situationen in der eigenen Praxis
  • Gesundheitspraktische Kommunikation in der Werbung, im Erstkontakt, bei der Anwendung, in einzelnen Praxisphasen
  • Der Umgang mit Heilerwartungen und eigenen therapeutischen Interessen
  • Erkennen von Gefährdungen und verantwortungsvolles Umgehen mit Problemen und Risiken
  • Individuelle Beratung für die Praxisentwicklung

Kosten 250 Euro inklusive Praxishandbuch und Pausengetränke


Sie erhalten ein Zertifikat, das ihnen gestattet den Titel Gesundheitspraktiker/in (BFG/DGAM) zu führen unter Voraussetzung des Einhaltens der Berufsordnung des BFG. Die Zertifizierung ermöglicht Ihnen die Mitgliedschaft im Berufsverband der Gesundheitspraktiker/innen. Weitere Informationen zum Inhalt des Seminars oder dem Berufsbild des

Gesundheitspraktikers/in erhalten Sie unter www.dgam.de

Persönliche Anfragen richten Sie bitte an info@dgam.de oder telefonisch unter der Nummer: 05139/278101 bei Herrn Gerhard Tiemeyer, Ausbildungsleiter der DGAM.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Haltbarkeit

Das Thema 'Wie lange halten einzelne ätherische Öle' begegnet mir mindestens einmal im Monat. Heute kam die Frage einer Kursteilnehmerin, die vor Jahren teilweise sehr kostbare Öle erstanden hatte und in der Ausbildung inzwischen gelernt hat, dass Öle die einen hohen Anteil an Monoterpenen enthalten (zB Zitrusöle, Nadelöle) nicht sehr lange in angebrochenem Zustand gelagert werden sollten. Natürlich kann man hierzu keine absoluten Antworten geben, denn beispielsweise Cistrosenöl ist nicht gleich Cistrosenöl, Lavandula angustifolia aus England kann ganz anders sein als Lavandula angustifolia aus Kroatien. Jeder Firma hat andere Lieferanten, die Natur liefert Jahr für Jahr sehr unterschiedliche Zusammensetzungen. Die Art der Ernte, der Verarbeitung, des Transportes, der Lagerung, der Abfüllung - alles das beeinflusst die Haltbarkeit schon vor dem Weiterverkauf an EndverbraucherInnen. Und wie man dann selbst mit den Ölen nach dem Öffnen umgeht, spielt vielleicht die entscheidenste Rolle. Man darf sie weder zu warm (nie über 18-20 Grad C) noch zu kalt (möglichst nicht unter 5 Grad C, möglichst nicht im Kühlschrank) lagern. Man soll sie nicht ständig auf und zu machen. Man soll Flaschen mit einem beträchtlichen Sauerstoffspiegel über dem Öl (halbvoll) schnell aufbrauchen. Ich entscheide im Zweifelsfalle mit meiner feinen Nase und auch - bei Ölen, die reich an Monoterpenaldehyden sind wie Lemongrass und meiner geliebten Zitronenmyrte - über den Tastsinn, denn plötzlich klebrig werdende Öle die einst fein flüssig waren sind ein Indiz, dass hautreizende Vorgänge begonnen haben.
Zur Haltbarkeit von Zitrusölen, die nur ein knappes Jahr nach Öffnen des jeweiligen Fläschchens betragen kann, habe ich bereits hier berichtet (und auch rechts in der Rubrik 'Haltbarkeit - einfach anklicken', zu anderen Ölen kann man sehr generell Folgendes sagen (die Zeitangaben beziehen sich auf ordnungsgemäß verdünnte Anwendungen auf der [empfindlichen] Haut, für die Duftlampe o. ä. können die Öle bei Gefallen ggfs. noch länger verwendet werden):
  • Zitrusöle: 8- 12 Monate
  • Nadelöle, Zypresse & Wacholder: 15,-2 Jahre
  • Eukalyptus und ähnlich duftende Öle: 2 Jahre
  • zitronig duftende Gräser- und Blätteröle (Lemongrass, Citronella, Litsea, Zitroneneukalyptus etc): maximal 2 Jahre
  • Kräuter-/Blätteröle (Bohnenkraut, Basilikum, Lavendel etc): 3-4 Jahre
  • Gewürze (Zimt, Nelke, Muskat): bis zu 5 Jahre (Pfeffer eher 2-3 Jahre)
  • destillierte Blütendüfte (Neroli, Ylang, Rosengeranienblatt): bis zu 5 Jahre
  • Blütenabsolues (Rose, Jasmin, Tuberose etc): 5 Jahre, bei unempfindlicher Haut viel länger
  • Holzöle (Zedern, Rosenholz) : 6-8 Jahre und mehr
  • Harze (Resinoide wie Tolu, Benzoe): 5 Jahre und mehr, manche Weihrauchöle eher kürzer (wenn sehr monoterpenreich)
  • schwere Wurzel- oder wurzelartige Düfte wie Iris, Vetiver und Patchouli: 10 Jahre und mehr
Ich darf mit der Erlaubnis der Fragenden die Liste veröffentlichen, die sie mir schickte und dazu die Kommentare, die ich ihr schickte. Vielleicht beantwortet das ähnliche Fragen von euch.

· Anis: sollte, wenn es relativ voll ist, bis zu 5 Jahre haltbar sein, halbvoll für die Duftlampe sicherlich noch ein paar Jahre mehr

· Benzoe Siam: je älter desto besser

· Cistrose (war nicht lang haltbar, oder? da hatte ich 5 ml von, wenn ich bedenke, was das heute kostet ...): für parfümige Mischungen, da man es ohnehin nur in Spuren aushält, bis zu 10 Jahre, also grundsätzlich je älter desto besser, für Wundheilungszwecke jedoch nicht länger als gut 2 Jahre

· Eichenmoos (ich hab mal Parfüme gemischt, das war in den Herrenparfümen drin!): ohnehin nur für sehr robuste Haut geeignet, soll sehr allergen sein, nur in Spuren in Mischungen verwenden, aber je älter desto besser

· Eisenkraut (Zitronenverbene 100%): sollte nicht älter als 3 Jahren sein, um auf die Haut zu kommen, für Duftlampenmischungen sicherlich noch gut, wenn es bis zu 6 Jahre alt ist, duftet ja wunderschön (sollte am Deckelbereich nicht klebrig sein, je klebriger vor allem die Aldehyde sind, desto zersetzter sind sie mutmaßlich und haben sich bereits in Säuren umgebildet)

· Eukalyptus globulus: angebrochen nur zwei Jahre für Hautanwendungen, noch ein Jahr etwa für die Duftlampe

· Honig: sollte, wenn es relativ voll ist, bis zu 5 Jahre haltbar sein

· Iris 1% (Absolu in Alkohol): je älter desto besser

· Jasmin sambac: je älter desto besser, höchstens Vorsicht bei sehr empfindlicher Haut; eine parfümistische Kostbarkeit!

· Kamille blau (100%): angebrochen nur drei Jahre für Hautanwendungen oder wenn es mehr braun-gelblich-grünlich als blau aussieht noch kürzer

· Kamille römisch (100%): sollte, wenn es relativ voll ist, bis zu 5 Jahre haltbar sein, angebrochen bei empfindlicher Haut sehr vorsichtig oder gar nicht

· Karottensamen: da es vorwiegend ein Hautpflege und nicht ein Wohlduft-Öl ist gebe ich ihm nur 3 Jahre zur Behandlung von empfindlicher und gereizter Haut

· Melisse (100%): sollte nicht älter als 3 Jahren sein, um auf die Haut zu kommen, für Duftlampenmischungen und antivirale Raumsprays sicherlich noch bestens, wenn es bis zu 6 Jahre alt ist, duftet ja wunderschön (sollte am Deckelbereich nicht klebrig sein, je klebriger vor allem die Aldehyde sind, desto zersetzter sind sie mutmaßlich und haben sich bereits in Säuren umgebildet)

· Myrte: angebrochen nur circa drei Jahre für Hautanwendungen, noch ein Jahr etwa für die Duftlampe

· Nelkenknospe: wenn relativ voll, sollte es 5 bis 6 Jahre gut sein, wenn viel Sauerstoff drüber ist, Vorsicht bei empfindlicher Haut, für Duftlampenmischungen bis zu 10 Jahre

· Neroli (100%): wenn relativ voll, sollte es 5 bis 6 Jahre gut sein, wenn viel Sauerstoff drüber ist, Vorsicht bei empfindlicher Haut, für Duftlampenmischungen bestens (1 Teil Zitronenverbene, 1 Teil Vanille, 1 Teil Neroli, 1 Teil Honig, 1 Teil Tonka und 5 Teile Grapefruit)

· Sandelholz: je älter desto besser, eine parfümistische Kostbarkeit!

· Schafgarbe: angebrochen nur drei Jahre für Hautanwendungen oder wenn es mehr braun-gelblich-grünlich als blau aussieht

· Tolu Resinoid: je älter desto besser

· Tonka extrakt: fünf Jahre und mehr haltbar, höchstens Vorsicht bei sehr empfindlicher Haut

· Vanilleextrakt: sollte, wenn es relativ voll ist, bis zu 5 Jahre haltbar sein, etwas leerer für die Duftlampe sicherlich noch ein paar Jahre mehr

· Vetiver Boubon (wenn ich die Flasche aufkriege, die ist ziemlich verklebt): dieses Öl klebt so oder so, also auch frisch!!! je älter desto traumhafter und bleibt auch sehr hautverträglich, eine parfümistische Kostbarkeit!

· Ylang-Ylang (Blüte): angebrochen nur circa zwei Jahre für Hautanwendungen auf starke Verdünnung achten, kann hautreizend sein; noch zwei bis drei Jahre mehr für unempfindliche Haut und die Duftlampe

· Ylang-Ylang complet: angebrochen circa vier Jahre, noch zwei bis drei Jahre mehr für unempfindliche Haut und für die Duftlampe, für Hautanwendungen auf starke Verdünnung achten, kann hautreizend sein

· Zimtrinde: wenn relativ voll, sollte es 5 bis 6 Jahre brauchbar sein, wenn viel Sauerstoff drüber ist, Vorsicht bei empfindlicher Haut, für Duftlampenmischungen bis zu 10 Jahre