ZUM FINDEN VON THEMEN, DIE SICH NICHT IN DER SEITENLEISTE (RECHTE SPALTE) BEFINDEN, KÖNNEN SIE EIN STICHWORT IHRER WAHL IM WEISSEN FELD MIT DER KLEINEN LUPE, GANZ LINKS OBEN IN DER BLAUEN LEISTE, EINGEBEN!

Mittwoch, 27. Januar 2010

Riechen & schnüffeln: es menschelt


Am Wochenende zappte ich eher gelangweilt durch die Kanäle, um eine Untermalung für meine Strickarbeit zu finden. Ich entdeckte ein bekanntes Gesicht: Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, der bekannte Geruchsforscher in der Ruhr Universität Bochum, über den ich bereits hier und hier berichtete. Er stellte in der NDR-Talkshow sein neues Buch vor Niemand riecht so gut du vor (Piper, 9,95 Euro, auf Abbildung oder Link klicken). Es war interessant zu beobachten, wie die anderen Gäste ständig wie pubertierende SchülerInnen kicherten und witzelten, wenn Herr Hatt seine wissenschaftlichen Erkenntnisse über zwischenmenschliche Gerüche und Wahrnehmungen eher sachlich schilderte. Manchmal konnte der Gelehrte gar nicht richtig ausreden, weil immer wieder jemand 'seinen Senf' dazu geben musste. Ein Thema das berührt.
Auch Prof. Dr. Bettina Pause von der Uni Düsseldorf forscht mit Düften, allerdings nicht auf der zellulären Ebene wie ihr Kollege, sondern aus Sicht der experimentellen Psychologie. Eines ihrer Bücher lautet: Über den Zusammenhang von Geruch und Emotion und deren Bedeutung für klinisch-psychologische Störungen des Affektes (antiquarisch erhältlich). In ihrem Institut werden und wurden spannende Diplomarbeiten geschrieben, wie man hier lesen kann. Sie hat im Fachbuch Experimentelle Emotionspsychologie (Wilhelm Janke & al, Papst 2008, 65 Euro, auf Abbildung oder Link klicken) einen tollen Beitrag über die Rolle der Geruchswahrnehmung geschrieben. Danke für den Tipp, lieber Manfred (er ist ein ehemaliger Kursteilnehmer von mir, der eine Geruchs- und Geschmackschule in Nord-Deutschland führt!

PS Wer Prof. Hatt einmal live erleben möchte - ich kann seine humorvollen und dennoch sehr fundierten Vorträge nur wärmstens empfehlen, sollte sich den 15. Oktober reservieren, er (und auch Ruth von Braunschweig, ich sowie andere lohnenswerte Vortragende) wird im Rahmen der "Fachtagung Ätherische Öle in der Psychiatrie"an der Uni Basel seine spannenden Erkenntnisse vorstellen. Infos dazu bei Regula Rudolf von Rohr:  Regula.RudolfvonRohr (at) upkbs.ch (Spamschutzmaßnahme, Adresse im eigenen E-Mail-Programm korrekt mit @ und ohne Leerzeichen schreiben).

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich habe Prof. Dr.Dr.Dr.Hanns Hatt leider nur einen kleinen Moment gesehen, hatte zu spät eingeschaltet. Mich hat es auch sehr geärgert, das über seine Aussagen gewitzelt und gelacht wurde. Die blöde.
Und ich hab mich so geärgert, dass ich nicht früher eingeschaltet habe.
Wie schade, dass die Vorträge in Basel sind. Ist für mich hier im Norden Deutschlands zu weit weg. Schade.
LG Rosamunde

Nicole Dorner hat gesagt…

Hallo Eliane!
Laut Amazon ist das die Taschenbuchausgabe vom Maiglöckchenphänomen! Nur zur Info, damit sich keiner ärgert, wenn er zweimal dasselbe Buch hat...
LG, Nicole

Ines hat gesagt…

Habe gerade mal nachgesucht in der Mediathek des NDR.

Prof. Hatt ist online:

http://www.ndr.de/flash/mediathek/index.html

Da ich so gut wie nie fernsehe, verpasse ich dann und wann auch echt gute Sachen!!!