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Mittwoch, 2. Dezember 2009

Aroma-Behandlung bei Krebserkrankungen


Mich erreichen immer wieder Anfragen zu Thema Aromabehandlung bei Krebserkrankungen. Das Thema Krebs und Massage ist immer sehr heikel. Das liegt vor allem daran, dass man unter Massage etwas Kräftig-Heftiges und Knetendes versteht. So verbieten Ärzte Massagen generell und meinen damit aber "medizinische Massagen".

Handelt es sich um sanfte Effleurage-Streichungen, kann eine Aromabehandlung an den nicht durch Tumore betroffenen Stellen keinen Schaden anrichten (sonst dürften sich die betroffenen Personen ja noch nicht mal mehr abseifen und einreiben!). Man wird also weder stark kneten noch die betroffenen Lymphknoten durcharbeiten. Zudem verteilt man keine Erreger, wie manchmal behauptet wird - jedenfalls bei den meisten Krebsarten handelt es sich vermutlich nicht um Erreger.

Da das seelisch-psychische Gleichgewicht so wesentlich für Menschen mit schweren und chronischen Krankheiten ist, sind sanfte Aromabehandlungen sogar sehr wichtig. Sie reduzieren den Stress erheblich, wie an Studien mit Cortisol und Lavendel beispielsweise nachgewiesen werden konnte. Viele ätherische Öle enthalten zudem Inhaltsstoffe, die sogar antitumoral wirken wie beispielsweise Limonen, das in fast allen Zitrusschalenölen reichlich enthalten ist (unter Krebs sind etliche Studien zu finden). Kürzlich stand in der österreichischen Presse, dass der Im Majoran-, Oregano- und vor allem Schwarzkümmelöl vorkommende Stoff Thymoquinon den schwer zu behandelnden Pankreaskrebs (Bauchspeicheldrüsenkrebs) positiv beeinflussen kann.

Ich hoffe, ich konnte den entsprechend ratlosen BehandlerInnen ein wenig weiter helfen und ihr gutes Gefühl den betroffenen Menschen gegenüber etwas stärken.

Kommentare:

Sabine Dürrstein hat gesagt…

Das lässt ja hoffen! Wieder ein Grund mehr der Pflanzenwelt zu vertrauen; mich motiviert es sehr, den Schul-medizinerInnen in meinem Umfeld diese Infos weiterzugeben.
Liebe Eliane, Du verdienst eine Studien-Spürnasen-Medallie!!! Ohne Deine Bereitschaft alles nach Studien zu durchforsten, wäre dies um so vieles beschwerlicher!
2. Dezember 2009 01:00

m3er hat gesagt…

Liebe Eliane, erstens einmal bin ich froh dich wieder online zu wissen - habe schon befürchtet in Wien hätte dich ein gar schrecklicher Virus ereilt - der "Mehlspeisenvirus" z.B... zweitens finde ich diesen Beitrag wieder einmal sehr gelungen - ich würde ihn gerne als Zitat+Info von dir auf die HP unserer Selbsthilfegruppe stellen.Da herrscht tatsächlich viel Verunsicherung und gleichzeitig würden sich die Frauen gerne was gutes tun! Mit lieben Grüßen, michaela 3er

Ursula hat gesagt…

Ebenfalls vielen Dank.
Dietrich Wabner hat in seinem Buch "Aromatherapie" der Onkologie ein ganzes Kapitel gewidmet.

balance hat gesagt…

Liebe Eliane, nun sind schon gut 10 Jahre vergangen, seit meiner Ausbildung bei Dir - es hat sich Gott sei Dank viel getan - DANK Deiner (und anderen Überzeugter) immensen und unermüdlichen Arbeit.
Ich habe ja selbst 4 Jahre in einer Klinik auf 2 onkol. Stationen mit Aromamassagen gearbeitet. Diese Erfahrungen möchte ich in meiner inzwischen ca. 15 jährigen Praxistätigkeit nicht missen. Mir ging es um die Berührung und dafür waren die Patienten außerordentlich dankbar. Reaktionen von loslassen, Trauer zeigen, Mut mit der Familie zu sprechen, Partner mit zur Massage bringen, Tränen freien Lauf lassen, bis hin zu Anrufen, die noch Monate später kamen zeigen, dass es viel zu tun gibt in diesem (und vielen anderen )Bereich. Ich habe auf Wunsch der meisten Klienten Lavendel und Rose verwendet. Vom weiblichen Personal bekam ich regelmäßig Rückmeldungen, die Männer der Stationen haben mich und die Reaktionen ihrer Patienten kaum zu Kenntnis genommen. Besucher blieben häufig länger, weil es in den Krankenzimmern angenehmer roch und die meisten Klienten nahmen sich "ihre" Öle mit nach Hause.
Hab Dank dafür, dass ich an Deinem Wissen teilhaben kann.
Lieben Gruß
Kerstin aus WI