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Freitag, 28. November 2008

Bio - sehr viel mehr als gesund essen

Ein sonniger Morgen in einem Business-Hotel in Reutlingen, ich habe mir 24 Stunden Internetzugang für 5 Euro gekauft. Beim Lesen der Dezemberausgabe von Öko-Test finde ich eine gute und ungewöhnlich ausführliche Zusammenstellung von Argumenten, warum der Kauf von zertifiziert ökologisch produzierten Lebensmitteln Sinn macht. Dieser Artikel erfolgte (glücklicherweise) auf eine reißerische Titelgeschichte des Magazins für politische Kultur "Cicero" vom vergangenen Juli. Die darin vorkommende einseitige Betrachtungsweise schürt leider die Meinung vieler Menschen, dass "Bio" nur Geldmacherei sei. Aber Landbau und Tierhaltung mit Würde und Achtung vor der Natur ist doch viel mehr als die Addition von ein paar Vitaminen und das Fernsein von möglichst vielen Giftstoffen. Ehrliche Bioware, das können ätherische Öle, Baumwolle, Bananen, Gurken oder Speck sein, fördert den sorgfältigen Umgang mit unseren Ressourcen. Sicher, es arbeiten "nur" Menschen bei der Produktion dieser Waren, und diese können bekanntlich Fehler machen. Doch mit dem Kauf dieser Waren unterstützen wir einerseits die Menschen, die tagtäglich auf zeitsparende Unkrautkiller und bequeme Antibiotika verzichten und die ihren Rücken krumm arbeiten, weil sie keine stinkenden Ernte- oder Arbeitsmaschinen einsetzen. Wir anerkennen damit ihre Sorgfalt, mit den nicht endlosen Ressourcen der Natur gewissenhaft umzugehen. Wir ersparen Plantagenarbeitern in Schwellenländern die unverantwortliche Bombardierung mit bei uns verbotenen Pflanzenchemikalien. Und wir belohnen ihr Wissen, ihr Engagement und ihren Mehraufwand. Denn dieser kann enorm sein. Das weiß ich, seit ich versuche einen kleinen Gemüsegarten in Schuss zu halten. Wie viel bequemer wäre es, gegen Schnecken, Läuse, Käfer, Wildkräuterübernahme und Mineralstoffemangel auf die Wunder der Chemiegiganten zählen zu können.
Damit meine KursteilnehmerInnen die aufwändige Produktion von sauberen ätherischen Ölen buchstäblich be-greifen lernen, dürfen sie an einem Kurstag bei Georg Effner und Wolfgang Burger jäten, ernten und destillieren. Ich beobachte jedes Mal amüsiert, dass spätestens um 16 Uhr alle fix und fertig sind. Obwohl wir nie vor 10 Uhr anfangen! Aber es ist noch nie ein Mensch zurück in den Kurs gekommen, und hat sich über die höheren Preise von Bio-Ölen beschwert! Welche übrigens weniger durch den höheren Aufwand, als vielmehr durch Bürokratie für Kontrollen und Siegel zustande kommen.
Im Katalog einer der ersten Ätherisch-Öl-Firmen im deutschsprachigen Bereich Farfalla steht der treffende Satz: „Warum Bio? Es ist weder logisch noch fair, dass Bio-Produkte durch Abgaben verteuert werden, um die ganzen Kontrollen zu finanzieren. Eigentlich sollten solche Produkte belastet werden, die nicht naturgemäß, sprich biologisch produziert werden. Warum? Weil die Natur nie etwas anderes vorgesehen hat.“
Ich kaufe viel "Bio", weil ich die Arbeit der ehrlich engagierten Produzenten und deren Umgang mit der Natur unterstützen möchte. Und erst in zweiter Linie, damit meine Familie und ich ungefärbte, unaromatisierte und möglichst ungiftige Produkte auf Teller und bekommen. Und ich biete am 20. Juni 2009 die Gelegenheit, dass auch Nicht-KursteilnehmerInnen einen Ernte- und Destillations-Tag im Rottal (Nähe Passau) miterleben dürfen, Infos dazu auf meiner Website.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich kann nur jedem diesen Ernte- und Destillationstag ans Herz legen, der sich auch nur einen Hauch für ätherische Öle interessiert. Ich durfte diesen Tag erleben, er wird mir unvergesslich sein.
Wieviel Arbeit in einem Tropfen reinem Melissenöl steckt...!
Ausserdem finde ich den Enthusiasmus faszinierend, mit dem Herr Effner und Herr Burger ihr Wissen lebendig werden lassen.
Susanne Lochner meint: empfehlenswert!!!

Uschi hat gesagt…

Hallo,
lieben Dank für Deinen Eintrag bei mir auf dem Blog und könntest Du bitte mit mir Kontakt über meine Emailadresse auf meinem Blog aufnehmen.
Hab da ein paar Dinge, die ich gerne fragen wollte, ob es ein "Kräutchen" dafür gibt.
LG
Uschi